Anreise
(18.10. bis 19.10.)
Nach mehreren Wochen der intensiven und teilweise stressigen Vorbereitung war es am 18.10.2023 endlich so weit. Unsere lang erwartete Reise nach Süd-Ost-Asien sollte endlich beginnen. Nachdem wir einige Tage zuvor auf einer großen Party noch einmal alle unsere Liebsten sehen und mit ihnen gemeinsam feiern konnten und uns in den letzten Stunden vor der Reise an den Rest des Kofferpackens machten, wurden wir am Morgen des 18.10. dann schließlich von Neeles Familie zum Bahnhof gebracht, wo es gemeinsam mit Flynns Eltern und einigen von Neeles besten Freunden einen sehr tränenreichen Abschied gab. Um 11:34 Uhr war dann Abfahrt Richtung Frankfurt.


Die Fahrt begann sehr emotional, aber als die Tränen dann schließlich weggewischt waren und wir im Bordrestaurant des ICE gemeinsam einen Sekt genossen, wich der Melancholie eine große Portion Vorfreude und Aufregung auf die gemeinsame Zeit. In Erfurt mussten wir umsteigen und waren beide überrascht von der Verlässlichkeit und Pünktlichkeit der Deutschen Bahn an diesem Tag. In dem Fall gutes Timing, dass endlich mal alles reibungslos geklappt hat. Immerhin hatten wir nur 5 Minuten Umsteigezeit und schon die Befürchtung, dass uns der Chaoten-Verein die Hinreise vermasselt.
Mit leichter, jedoch verschmerzbarer Verspätung im zweiten Zug dann endlich Ankunft in Frankfurt. Zu Frankfurt sei gesagt, dass die Gerüchte um den heruntergekommenen und verwahrlosten Bahnhof mit seinen zahllosen Junkies nicht nur Gerüchte sind. Wir wurden vorm Bahnhof erst einmal von einer kleinen Massenschlägerei und alltäglichem Heroin-Konsum auf offener Straße begrüßt. Peter Fox hierzu: „Guten Morgen Frankfurt, du kannst anscheinend auch ganz schön hässlich sein, Respekt.“
Deswegen: Ganz schnell weg von hier und ab zum Flughafen. Dort hat Neele dann bewiesen, wie viel sie bereit ist in der Liebe zu geben. Und das würde beim Standing als Ruhrpott-Assi-Verein wirklich nicht jeder tun… Fazit: Klarer Fall von Traumfrau!

Nachdem wir auch beim Sicherheits-Check und bei der Passkontrolle stets auf die falsche Auswahl der Trikots hingewiesen wurden, ging es allmählich Richtung Gate und bei Flynn stieg der Ruhepuls in den gefühlt vierstelligen Bereich (Stichwort: Flugangst). Da konnte auch eine letzte klassische deutsche Mahlzeit in Form einer Knacker mit Senf und Brötchen sowie eine sehr bemühte und aufheiternde Neele nicht viel dran ändern. Spätestens beim Betreten des Flugzeuges wurde Flynn klar, dass es schon eher semi entspannt sein würde, mehr als 10 Stunden lang einen Herzschlag zu haben, der eher dem eines Touris in Berlin Montagmorgens im Berghain nach der dritten Kapsel gleicht. Die Lösung: Lorazepam. Die Wirkung: sehr stark und respekteinflößend… Sogar Schlaf war möglich. Von „Nachts im Museum“ und „James Bond“ ist nicht viel hängengeblieben. Wohl aber das fantastische Essen an Bord. Und das (Zitat Neele) „wunderschöne und freundliche Flugpersonal“. Alles in allem: Ein Bilderbuch-Flug.






Nach 10:50h Reisezeit dann ENDLICH: Ankunft in Bangkok. Wo wir beide direkt erstmal von der Hitze erschlagen wurden. Nach Passkontrolle und stressigem Geldabheben für eine 20-minütige Taxifahrt kamen wir dann beim Hotel „Nanda“ an. Was die Bilder im Internet versprachen, hielt die Unterkunft auch. Tolle Lage im Zentrum, wunderschöner Pool, großes und gemütliches Zimmer. Wir fühlten uns direkt beide sehr wohl. Allerdings erstmal: gute zweieinhalb Stunden komatöser Mittagsschlaf, bevor es abends zur berühmten Kao-San-Road ging, wo wir direkt mal die vollen 100% wildes und lautes Bangkok erlebten. Erstes Pad-Thai, erste Mango, erstes Chang-Bier. Flynn kannte es ja bereits von seiner Kursfahrt 2015, aber auch Neele war schnell gefesselt von den völlig neuen und aufregenden Eindrücken. Weitere Erlebnisse: Mehrere „7-Eleven-Käufe“; Fuß-Massagen; penetrante Touristen-Fallen für Lachgas, Ping-Pong-Shows (googelt lieber selbst), Cocktail-Buckets und exotische Insekten. Und viele erste Male…







Abends fielen wir zwei dann nur noch völlig k.o. ins Bett und schliefen so lange, dass wir die Nennung der Aufwach-Zeit hier mal lieber weglassen…
